Obernzell: Wenn der Starkregen fällt

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Flutschutz in Obernzell – Info-Veranstaltung im Rathaus

Obernzell. Mit Fördermitteln des Freistaats lässt die Marktgemeinde Obernzell aktuell ein „Sturzflut-Risikomanagement“ erstellen, zum Schutz vor Fluten nach starken Regen. Darum geht’s: Mit Simulationsverfahren will man für das gesamte Gemeindegebiet Karten mit Starkregengefahren und -risiken zeichnen. Diese zeigen an, wo es zu Fluten und Schäden durch Starkregen kommen kann.

Nächster Schritt: Mit diesen Karten und Simulationen lassen sich Maßnahmen planen, wie man die Bürger und die Werte am besten schützt.

Der Markt Obernzell bindet die Bürger von Beginn an in die Planung ein. Die Gemeinde hatte dazu in den Festsaal des Rathauses eingeladen. Über 40 Interessierte waren dabei. Matthias Falk von der Firma Spektor erläuterte den Sachverhalt und das Vorgehen. Der Referent ließ Starkregen und Fluten in Obernzell Revue passieren, wie etwa die Eckerbachflut 2002. Anhand des von Spektor verwirklichten Referenzprojekts Adelsdorf präsentierte er Möglichkeiten, sich zu schützen. Simulationen zeigten schon vorher Gefahrenpunkte und Schwachstellen. Vom Erkennen bis zum Schützen mit Bauwerken reicht hier die Information. Die Bürger bekamen Möglichkeiten gezeigt wie Rückstausicherung, das Erhöhen der Lichtschächte oder den Schutz der „Wasserzutrittswege“. Natürlich müsse die Gemeinde die Bürger immer rechtzeitig alarmieren. Einarbeiten in die Risikokarten und Simulationen müsse man Pläne für Neubauten in den Einzugsgebieten von Bächen und Flüssen, die hochwassergefährdet sind. Diese Konsequenzen müsse man den Bürgern mitteilen.

In der Fragerunde standen die vergangenen Hochwasser im Mittelpunkt. Vor allem ging es um die Frage: Welche konkrete Maßnahmen werden wann, wo und wie für einen wirksamen Hochwasserschutz umgesetzt? Nach wie vor treibt die Hochwassergeschädigten die Angst um, sobald ein starker Regen in der Region niederbricht.

Informationen zu diesem Thema sollen an die Gemeinde geleitet werden. Diese Informationen können bequem und einfach online über folgende Adresse eingegeben werden: www.starkregenmelder.de. Neben Angaben zu Ort, Zeit und Beschreibung kann man auch Bilder hochladen. Falls die Bürger aber dennoch lieber in analoger Form ihre Informationen bereitstellen wollen, können sie dies mit dem im Rathaus ausliegenden Formular tun.

(Im Original erschienen auf pnp.de)

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