Bretten: Erstes Starkregen Alarmsystem in Baden Württemberg

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(Quelle: Rebel / Archiv)

Die Stadt Bretten ist Vorreiter im kommunalen Starkregenschutz und hat als erste Stadt in Baden-Württemberg damit begonnen ein flächendeckendes Starkregen Frühalarmsystem zu installieren.

In einem Artikel der Badischen Nachrichten wird das Engagement der Stadt zum Schutz der Bürger verdeutlicht.

Bretten hat damit Erfahrung und auch andere Gemeinden in der Region Karlsruhe kennen das Thema Extremniederschlag. Vor gut zwei Wochen war es wieder einmal so weit: Starkregen. „80 Liter gingen in einer Stunde pro Quadratmeter im Ortsteil Zeutern runter“, erinnert sich Bürgermeister Tony Löffler. Sich dagegen zu schützen, ist nicht ganz einfach.

Starkregen-Frühwarnsystem am Beispiel der Stadt Bretten


Eine Stadt, die Erfahrung mit Hochwasser und Starkregen hat und in der Projektierung von Maßnahmen gut vorangekommen ist, ist Bretten. Oberbürgermeister Martin Wolff sagt, dass man sich deshalb schon Ende 2018 an ein „Starkregenkonzept“ gemacht habe. Der Starkregen im Jahr 2015, „als in Bretten jede Menge Regen fiel und in Gondelsheim die Leute in der Sonne saßen und die schwarzen Wolken über Bretten sahen“, war dabei nur ein Anlass.

Für Wolff stand aber fest, dass etwas geschehen müsse. Ein Konzept wurde beauftragt. Das „Starkregen-Frühwarnsystem am Beispiel der Stadt Bretten“ wurde kürzlich bei der Tagung der Hochwasserpartnerschaft an Pfinz, Saal-, Kraich- und Leinbach vorgestellt.

In den Feuerwehrhäusern der Stadtteile werden Sensoren installiert, die Informationen in Echtzeit verarbeiten. Die Daten von Niederschlags-, Kanal- und Pegelsensoren werden gewichtet und daraus eine von vier Gefahrenstufen abgeleitet.

Frühwarnsystem via App


Die Firma Spekter aus Herzogenaurach hat das Frühwarnsystem erarbeitet, das über eine App-Verwaltung, Bürgern und Einsatzkräften zur Verfügung steht. Im Spätjahr soll das System den Bürgern vorgestellt werden. „Dann können die Menschen wenigstens bei sich im Haus Vorsorge treffen“, sagt Wolff.

Über Bretten und Ubstadt-Weiher hinaus haben laut Landratsamt Kraichtal, Bruchsal, Pfinztal, Waldbronn und Ettlingen die Förderung für die Erstellung eines Starkregenkonzepts beantragt.

Im Original erschienen unter Badische Neue Nachrichten von Matthias Kuld

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