Effeltrich befürwortet Baiersdorfer Hochwasser-Frühwarnsystem

1 min read

starkregen fas warnsystem adelsdorf

Mit Regen-, Pegel- und Kanalsensoren kann die Vorlaufzeit bis zum Eintreffen eines Hochwassers verlängert werden. Effeltrich befasst sich mit dem Projekt.

Der Gemeinderat Effeltrich hat sich über die Möglichkeiten eines Hochwasser-Frühwarnsystems informiert. Da der Stadtrat von Baiersdorf beschlossen hatte, ein Hochwasser-Frühwarnsystem einzuführen, ist an den Gemeinderat von Effeltrich die Bitte ergangen, an zwei Standorten auf Effeltricher Grund Messeinrichtungen installieren zu dürfen.

Als mögliche Standorte für die beiden Sensoren ist an das Effeltricher Feuerwehrgerätehaus und an den Bereich der Unterführung des Kreuzbaches unter die Forchheimer Straße gedacht. Alle Kosten für die Errichtung und den Betrieb des Regen- und des Pegelsensors würden zulasten der Stadt Baiersdorf gehen.

Auch in Effeltrich ist das Hochwasser-Problem noch keineswegs gelöst, weshalb Matthias Falk von der Firma Spekter zu der Sitzung geladen war. Er berichtete über das Baiersdorfer Projekt und stellte die Leistungen des Herzogenauracher Unternehmens vor. Es sei, so Falk, auf Hochwasser-Risikomanagement und Frühwarnsysteme spezialisiert, also auf das „Erkennen, Warnen und Schützen vor Starkregen“. Darunter seien einstündige Niederschläge von etwa 35 Litern pro Quadratmeter zu verstehen. In den letzten Jahren sei solcher Regen immer häufiger aufgetreten.

Um eine Stunde verzögern

Die Firma Spekter erstelle Gefahrenkarten der lokal gefährdeten Gebiete, schlage bauliche Maßnahmen vor und verlängere mithilfe von Regen-, Pegel- und Kanalsensoren die Vorlaufzeit bis zum Eintreffen des Hochwassers. Im Baiersdorfer Fall könne diese auf circa eine Stunde verlängert werden.

Mithilfe eines dreistufigen Warnsystems werden die Bewohner per Handy über den Gefahrenstand informiert. Die Stadt Baiersdorf lässt sich die Installation dieses Frühwarnsystems 42.000 Euro kosten. Falls sich bei interkommunaler Zusammenarbeit mehrere Gemeinden an dem Projekt beteiligen, reduzieren sich die Kosten; für Effeltrich würden sie sich auf circa 32.000 Euro belaufen. Eine Studie, die speziell die Effeltricher Situation mit wahrscheinlich weitaus geringerer Vorlaufzeit untersucht, würde 4500 Euro kosten.

Forschungsprojekt mit Uni

Im Rahmen eines Forschungsprojektes, das die Firma Spekter mit der Uni Erlangen zurzeit betreibt, könnte eventuell die Niederschlagssituation für Effeltrich/Gaiganz näher untersucht werden. Obgleich Bürgermeisterin Kathrin Heimann (DEL) das sehr begrüßen würde, schloss sie sich dem Vorschlag von Johannes Steinert (CSU/ÜWG) an, zunächst einmal das Baiersdorfer Projekt zu beobachten und zu einem späteren Zeitpunkt zu entscheiden, ob Effeltrich ebenfalls für ein Frühwarnsystem optieren wolle. Die Baiersdorfer Anfrage wurde positiv beschieden: Alle Räte stimmten dafür.

(Im Original erschienen auf infranken.de)

Avatar
Nie mehr etwas verpassen - Erhalten Sie unseren Starkregen-Newsletter direkt per Email: