Adelsdorf: Wo der Starkregen hinfällt

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Eine Karte der gefährdeten Gebiete soll in Adelsdorf künftig ein Leitfaden für alle Baumaßnahmen sein.

Köpfe rauchen sehen konnte man am Mittwochabend im Saal des SC Adelsdorf. Ursache waren die Gefahren des Starkregens, welchen sich die Gemeinde Adelsdorf zu stellen gedenkt. Als bayernweiter Vorreiter auf dem Gebiet entwickelte die Firma Elektro Amon aus Adelsdorf zusammen mit dem Herzogenauracher Fachbüro Spekter ein System zum Verhindern und Abwehren von Schäden durch Starkregen.

Bereits Mitte 2018 wurde der erste Schritt getan, um Gefahren zu erkennen. Schritt 2, das Planen von Schutzmaßnahmen, soll bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein.

Geladen waren lokale Erfahrungsträger aus dem Adelsdorfer Osten, dem oberen Dorf und dem Baugebiet Grünsee sowie den Ortsteilen Neuhaus, Aisch, Weppersdorf, Wiesendorf, Lauf, Heppstädt und Uttstadt, um Florian Brodrecht von Spekter bei der Erstellung einer Starkregengefährdungskarte zu unterstützen.

Vom Schlimmsten ausgehen

Fußend auf einem digitalen Geländemodell, das 2016 mittels Laserscan erstellt worden war, präsentierte Brodrecht für jeden Ortsteil einen Vorentwurf, auf dem der schlimmste zu erwartende Zustand an Überschwemmungen und Überflutungen eingezeichnet war. Bei der Veranstaltung am Mittwoch ging es darum, anzuzeigen, welche zum Beispiel baulichen Änderungen sich in den letzten drei Jahren ergeben haben, sowie die Gebiete auf den Karten zu markieren, die bei den beiden Starkregenereignissen von 2018 am schlimmsten betroffen waren.

Schnell bildeten sich Arbeitsgruppen, die nun dicht über die Karten gebeugt ihren Ortsteil genau unter die Lupe nahmen und rege diskutierten. Gemeinderatsmitglied Paul Sänger berichtete, dass sie in Heppstädt zwar mehr Wasser abbekommen hätten als Adelsdorf, jedoch kein Schaden zu verzeichnen gewesen wäre. Dies bestätigten auch Joachim Hansen, Rainer Hansen, Ortsobmann des Bayerischen Bauernverbandes, und Alexander Schickert.

Ein Ortsteilspaziergang folgt

Gerhard Stingl aus Aisch stellte fest, dass das, was die Karte anzeigte, noch nie wirklich passiert war. Dem stimmten auch Theo Fischer und Hedwig Scheppe aus Lauf zu, wobei Fischer hervorhob, dass die Grundstücke dort höher liegen würden als die Straße, so dass alles weglaufen würde.

Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) erklärte, dass ihm wichtig sei, zu wissen, was getan werden kann und auf wen man zugehen muss, um das jeweilige Haus zu schützen. Die an diesem Abend erarbeiteten Erkenntnisse werden der Grundstein sein für den im Juni angedachten Ortsteilspaziergang, an dem auch Florian Brodrecht teilnehmen wird.

Die Begehung bietet die Möglichkeit, sich ein Bild zu machen von der jeweiligen Situation vor Ort. Das Resultat daraus, die Starkregengefährdungskarte, wird Grundlage allen Handelns sein für kommenden Baumaßnahmen.

(Im Original von Britta Schnake)

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